Interview mit Hannes Staffler

Hannes Staffler ist u.a. bekannt aus Rebecca, We will Rock you und Rocky und wird bald bei Blues Brothers zu sehen sein.

Wir freuen uns sehr euch dieses wunderbare Interview mit ihm präsentieren zu dürfen. Viel Spaß beim Lesen!

Allgemeines:

MF: Wie würdest du dich selbst in drei Worten beschreiben?

HS: Zielstrebig, selbstkritisch, perfektionistisch

 

MF: Was ist dein Lieblingstier?

HS: Wenn ich in der Wilhelma, dem Stuttgarter Zoo, unterwegs bin, halte ich mich am längsten bei den Gorillas auf.

 

MF: Wenn du für einen Tag jemand anderes sein könntest. Wer wäre das?

HS: Ich wäre einmal gerne Mick Jagger und würde mit den Rolling Stones ein Konzert vor Tausenden von Menschen spielen.

 

MF: Was ist dein Traum für deine Zukunft?

HS: Ich würde sehr gerne ein Album mit meinen eigenen Songs rausbringen, aber dazu fehlt mir leider momentan zu sehr die Zeit.

 

MF: Mit welcher deiner Rollen kannst du dich am besten identifizieren und warum?

HS: Ich kann mich sehr gut mit Rocky identifizieren. Ich versuche nämlich auch immer sehr hart daran zu arbeiten meine Ziele zu erreichen.

 

MF: Was ist dein persönliches Lieblingsmusical?

HS: West Side Story... Diese wunderbare Musik durfte ich als Jugendlicher damals nämlich im Orchester an der Trompete spielen. Das war mein erster Kontakt zum Genre Musical und ich war sofort in den Bann gezogen.

 

MF: Hast du einen bestimmten Wunsch welches Musical in Deutschland aufgeführt werden soll?

HS: Ich fände Jersey Boys sehr spannend. 

 

MF: Was für Musik hörst du privat?

HS: Ich höre sehr vieles, von Klassik über Schlager bis zu den aktuellen Charts. Aber am Liebsten höre ich klassischen Rock der 70er und 80er Jahre.

 

MF: Wann und woran hast du gemerkt, dass du Musicaldarsteller werden möchtest? Hast du ein bestimmtes Vorbild?

HS: Wie gesagt war die West Side Story mein erster Berührungspunkt mit dem Genre Musical. Danach habe ich in einigen semiprofessionellen Produktionen selbst auf der Bühne gestanden und war sofort Feuer und Flamme für die Bühne. Ich habe dann beschlossen neben meinem Medizinstudium Gesangs- und Schauspielunterricht zu nehmen und mich an diversen Musical-Ausbildungsstätten in Wien zu bewerben. Nachdem ich dann auch an drei von vieren aufgenommen wurde, habe ich mir gedacht, dass das vielleicht doch etwas für mich sein könnte. Ich habe dann beschlossen die dreijährige Ausbildung zu machen und danach zu schauen ob es auch mit Jobs klappt, ansonsten hätte ich eben wieder mein Medizinstudium fortgesetzt. Aber bereits in meinem dritten Ausbildungsjahr war ich bereits fast durchgehend bei diversen Theatern engagiert und war kaum noch in der Uni und somit war für mich klar, dass meine Zukunft der Bühne gehört.

Vorbilder habe ich eigentlich keine. Ich finde es immer etwas schwierig, da man dann meist versucht seinem Vorbild möglichst nahe zu kommen. Ich bin der Meinung, dass man seinen eigenen Weg gehen sollte und seine eigene Persönlichkeit bei allem was man auf der Bühne macht mit einbringen muss. Dann ist alles was man auf der Bühne darstellt authentisch.

 

MF: Die Arbeit auf der Bühne stellt hohe Anforderungen an den Körper. Wie hältst du dich fit?

HS: Ich mache sehr viel Sport und achte dabei auch auf die Abwechslung, dass es nie langweilig wird. Ob Fußball, Eishockey, Joggen, Fitness Studio, oder auch Workout Videos wie z.B. Insanity da ist von allem etwas dabei. Durch Rocky habe ich auch meine Liebe zum Boxen entdeckt. Das ist ein richtig toller Sport und wenn man es mit der richtigen Technik betreibt auch ein ganz tolles Ganzkörper-Training. Ich werde dem Boxen bestimmt auch nach Rocky noch treu bleiben.

 

MF: Hast du ein bestimmtes Ritual vor jedem Auftritt?

HS: Im Theater eigentlich nicht, aber bei Konzerten und Band-Gigs wird vor dem Auftritt immer ein Glas Prosecco getrunken.

 

MF: Gibt es einen besonderen Moment mit einem Fan den du nie vergessen wirst?

HS: Es gibt einige schöne Momente mit Fans, die ich erlebt habe. Ich freue mich eigentlich immer, wenn ich Fans treffe, von denen ich weiß, dass sie teilweise sehr weite Strecken auf sich genommen haben, um mich irgendwo auf der Bühne zu erleben. Es ist wirklich ein sehr tolles Gefühl so treue Fans zu haben.

Rocky:

MF: Fiel es dir schwer nachdem Lucy, als Erstbesetzung, Rocky verlassen hatte dich auf eine neue Adrian einzulassen?

HS: Dazu muss man sagen, dass es neben Lucy ja auch noch Anne und Marle als Adrians gab und ich ja ohnehin nicht immer „nur“ mit einer Adrain gespielt habe. Sogar in den Proben habe ich immer wechselnde Adrians gehabt. Man achtet in den Szenen auch immer darauf was der Partner macht und was der einem gibt und darauf kann man dann reagieren. Dadurch bleibt eine Szene auch immer lebendig. Und so war es auch als Wietske wieder zurückkam. Es kam wieder neuer Input, mit dem man arbeiten konnte und man entdeckt plötzlich auch für sich und seine Rolle ganz neue Spielmöglichkeiten. Genau so war es dann auch als Carmen noch als letzte Adrian neu eingestiegen ist.  

 

MF: Was war für dich der bislang lustigste oder peinlichste Patzer während deiner Zeit als Rocky?

HS: Zum Glück bin ich durch die Shows ohne große Patzer gekommen. Der Lustigste Moment ereignete sich allerdings in meiner Durchlaufprobe für Paulie, als die Kostümabteilung vergessen hat meine Hose einzurichten. So bin ich also obenrum voll bekleidet und unten nur in Unterhose auf die Bühne während Antonio, der in der Probe Rocky war,  Standzuhalten sang und habe ihm die Hand bandagiert. Und das Lustigste war, dass Antonio davon gar nichts mitgekriegt hat. Für den Final Fight war die Hose dann da. Zum Glück war das allerdings nur eine Probe ohne Publikum.

 

MF: Show für Show musst du rohe Eier trinken. Hat dich dies zu Beginn eine Gewisse Überwindung gekostet?

HS: Ich darf es zwar nicht genau verraten, aber die Requisite hat sich da etwas einfallen, damit die Eier nicht ganz so übel schmecken...

 

MF: Betreibst du auch privat den Box Sport?

HS: Vor Rocky hatte ich mit dem Boxen überhaupt nichts am Hut und nun nach knapp 1 ½ Jahren Boxtraining, muss ich sagen, dass ich richtig süchtig danach geworden bin. Es ist ein ganz tolles Training für den ganzen Körper und ich werde es ganz bestimmt auch weiterhin noch betreiben.

Two Souls:

MF: Wodurch kam die Idee zu den Konzerten?

HS: Die Idee kam mir als ich in Bozen das Musical Hair gespielt habe. Wir hatten dort so tolle Musiker, die auch mit uns auf der Bühne standen und wir haben bei den Soundchecks immer eine kleine Challenge mit der Band gemacht. Wir haben ihnen Songtitel genannt und sie mussten sie anspielen. Wir konnten sie mit keinem auch noch so unbekannten Titel aufs Glatteis führen und sie haben ihre Herausforderungen immer bestens gemeistert. Als ich gesehen habe wie toll die Jungs unsere Show, also ein Musical, begleiten und auch alle von uns genannten Rock-Songs mit Bravour meisterten, kam mir die Idee, dass man doch auch beides auf der Bühne verbinden könnte und schon war Two Souls geboren. Es folgten die Studio-Aufnahmen zum Album und 2013 die ersten Konzerte.

 

MF: Two Souls steht für deine beiden musikalischen Seelen Rock und Musical. Gibt es eins von beiden was dir mehr Spaß macht?

HS: Beides reizt mich wirklich sehr. Ich könnte nicht sagen welche von beiden Stilrichtungen mir mehr Spaß macht.

 

MF: Das Konzert findet in einer Kirche statt, was bei weitem nicht typisch ist. Hast du einen bestimmten Bezug zu der Kirche oder sieht man dich sonst gar nicht dort?

HS: Die Kirche ist eher zufällig entstanden. Mir ging es hauptsächlich darum das kulturelle Leben in Degerloch, dem Stuttgarter Stadtbezirk in dem ich wohne, etwas zu beleben. Leider gibt es dort keine passenden Veranstaltungsräume und daher lag der Gang in die Kirche auf der Hand. Ich bin wirklich sehr dankbar dafür, dass sowohl die Versöhnungskirche als auch die Michaelskirche ihre Türen bereits für uns geöffnet und uns „beherbergt“ haben, was bei Weitem keine Selbstverständlichkeit ist. Auch auf diesem Wege nochmal ein großes Dankeschön an die beiden Kirchengemeinden.

 

MF: Welche Botschaft würdest du deinen Fans gerne mit auf dem Weg geben?

HS: Eher als eine Botschaft möchte ich meinen Fans lieber von Herzen ein ganz großes Dankeschön mit auf den Weg geben. Es ist wirklich unglaublich wie sehr ihr mir nun schon über mehrere Jahre die Treue haltet und immer wieder aufs neue keine Kosten, Mühen und weite Wege scheut, um mich - wo auch immer ich gerade auftrete - auf der Bühne zu sehen. Vielen Dank für diese grandiose Unterstützung. Ich freue mich wirklich sehr darüber und wünsche euch nur das Beste.

Vielen Dank nocheinmal an Hannes!

 

Stay Wicked

Eure Pia

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